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Štirovača

In seinem südlichen Teil umfasst der Nationalpark Nordvelebit auch einen Teil von Štirovača – einem weitläufigen Tal in einer Höhe von 1100 m ü.d.M., das durch seine großen erhaltenen Nadelwälder bekannt ist. Štirovača ist eine der wenigen Lokalitäten im Park mit einer Trinkwasserquelle und einigen Bächen, die die umliegenden Wiesen mit Wasser versorgen.

In der Vergangenheit war Štirovača ein sehr lebendiger Ort, vor allem während der wärmeren Sommermonate. Dort befanden sich ein Sägewerk, ein Restaurant und Häuser, in denen Viehzüchter mit ihren Familien, Forstarbeiter und Mitarbeiter des Sägewerks gelebt haben. Aus diesem Grund ist Štirovača auch heute noch ein beliebter Ausflugsort der einheimischen Bevölkerung und für alle anderen Besucher ein angenehmer Ruheplatz. Damit sie die einzigartige Atmosphäre des Tales geniessen können, haben wir die Quelle saniert, Sitzbänke aufgestellt und Feuerstellen eingerichtet, auf denen man nach einem langen Wandertag in der Natur eine schmackhafte Mahlzeit zubereiten kann.

Im Naturpark Velebit befindet sich umweit von Štirovača auch Klepina duliba, ein besonderes Waldvegetationsreservat. Es handelt sich dabei eigentlich um einen sekundären Urwald, in dem der menschliche Einfluss zeitweise vorhanden war, aber nicht in dem Maße, dass der Urwald seine Bedeutung verloren hätte.

Zum Tal Štirovača kommen Sie am einfachsten über die Asphaltstraße aus Richtung Krasna oder Pazarište. Aber möglich ist dies auch über die Adriatische Küstenstraße (Jadranska cesta), indem Sie bis zum Alan fahren, dann weiter über die Schotterstraße (9 km) nach Mrkvište, von wo aus Sie über eine 3,5 km lange Asphaltstraße ins Tal Štirovača hinunterfahren.

Interessantes

Štirovača war zusammen mit den Plitwitzer-seen, Bijele stijene und Paklenica einer der ersten Nationalparks, die in Kroatien im Rahmen des Finanzgesetzes für die Jahre 1928 – 1929 zu solchen erklärt wurden und zwar dank Ivan Krajač, dem Handels - und Industrieminister während des Königreichs Jugoslawien. Leider war diese Proklamation nur ein Jahr in Kraft, da diese Gebiete danach den Status unter Naturschutz stehender Gebiete verloren haben.

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